Akomo Isseki 2
Love Lagoon
Piaynemo
Mantapoint
Love Lagune
Unser Dingi bringt uns in die tiefblaue Lagune, vorbei an Felswänden, aus denen das pure tropische Leben sprießt. Palmen senkrecht aus dem Fels nach oben. Landratten voraus, ein kurzer Spaziergang auf die Aussichtsplattform, unzählige Stufen nach oben. Dort oben sind wir verbindlich schweißgebadet, doch der Ausblick auf diese türkise Formation mitten im tiefen Blau entschädigt. Die Natur hat ihr Herz geöffnet.
Ein neuer Tag – Manta Point
Als wir auf 14 m Tiefe sind, taucht in der Ferne ein riesiger Schatten auf. Noch ein paar Flossenschläge und wir sind alle um den Pinaccle gruppiert, um nicht aufzufallen. Der Schatten wird größer und plötzlich ist er direkt vor uns - "the big guy" wird er genannt. Und er "fliegt" förmlich über uns. Und dann ein Zweiter. Was für ein Schauspiel, unbeschreiblich. Und der Vorführung noch nicht genug, schwimmt auch noch ein ca. 3 Meter großer grauer Riffhai über das Plateau, zwängt sich zwischen uns und den Manta. Der Manta hat mit seinen Schwingen bestimmt 5m Spannweite und tanzt seine Ouvertüre für uns, lässt sich dabei gar nicht stören und zieht immer wieder neue Kreise. Die Pressluftflaschen leeren sich rascher als sonst und wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. Bei knapp 20 Bar spült es uns zwangsläufig wieder an die Oberfläche - mit einem breiten Lächeln im Gesicht.
Piaynemo
Die Strecke entlang mehrerer cooler Tauchgänge bringt uns nach Piaynemo. Wieder eine sog. Geosite - ein landschaftliches Highlight.
Trotz der wirklich abgelegenen Lage hat auch hier der Tauch-Tourismus deutlich zugenommen. Viele Livaboards kreuzen die See. Wir kommen zurück nach "Central" Raja Ampat. Hier ist eindeutig mehr
los und man sieht mehrere kaputte Korallenfelder. Weiter nach Norden nach Wayag darf man nicht mehr fahren, eine Bergbaugesellschaft hat sich mitten in den Korallengärten breit gemacht und
verteidigt ihre "Rechte" im Schutz der Regierung – mit Waffengewalt, wie wir hören. Sehr Schade!
Zwischenstopp in Gam city.
Das Schiff benötigt Wasser und Eis für die berüchtigte "blue Box" (gefüllt mit Bintang J). Wir machen einen Landgang im Glauben, Kekse, Cola und Kretek (Zimt Zigaretten) kaufen zu können. Ein Irrtum. Es gibt so gut wie nichts, Minimalismus dominiert. Kleinste Portionen Tomaten oder Chilischoten werden auf kleinen Tellern angeboten - das Wenige, das offenbar aus den winzigen Gärten übrig bleibt. Erwachsene sehen wir kaum, viele Kinder vertreiben sich aber fröhlich spielend den Abend und bestaunen die fremden Gäste an der Anlegestelle.
Ein trüber Tag
Um 02.00 in der Früh müssen wir unser Bett unterm Sternenhimmel räumen. Sturm kommt auf - und was für einer. Die ganze Nacht blitzt, stürmt und schüttet es. Unser Holzboot ist zwar von unten (ziemlich) dicht, von oben leider nicht ganz so. Zudem ist auch noch die Antriebswelle von unserem Schwesterschiff gebrochen, d.h. abschleppen nach Yenbuba. Damit ist der Tag gelaufen, kein Tauchgang mehr. Mit 3 KN schleppt die Akomo ihre Schwester Kira Kira die nächsten 8 Stunden ab. Glücklicher Weise bessert sich das Wetter zusehends und bei aufgehendem Vollmond ankern wir wieder bei spiegelglatter See in der Kri Bay. Zeit für etwas Kühles aus der Blue Box.
Neuer Tag - neuer Fisch
Wir überlassen die Kira Kira den Mechanikern und dieseln aufs offene Meer. Es ist Vollmond - damit starke Strömung. Die 2 Tauchgänge auf 30 m sind somit recht anspruchsvoll, bringen uns leider trotzdem keinen weiteren Manta Ray vor die Brille. Ein Novum allerdings ist eine "electric clam". Durch hochspiegelende Siliziumoxidpartikel reflektiert sie Lampen- oder Sonnenlicht und erzeugt damit einen attraktiven "elektrischen" Effekt, um Futter anzulocken. Als Draufgabe gibt's noch eine wirklich riesige Schildkröte...












































































































