Methos GH auf Gam

 

 

Meos Ambower auf Fam

Methos Homesstay

Wir starten die 45 Minuten Überfahrt zu unserer neuen Destination, Methos Homestay auf Gam. Alle 15 Minuten gibt es einen kurzen Stopp, weil die Benzinzufuhr versagt, aber irgendwie geht es weiter. Ja, wir dringen eindeutig "tiefer" ein, lassen wieder ein Stück Zivilisation hinter uns. Die Menschen hier sind noch dunkler, ihr Äußeres ähnelt noch mehr jenem der Stämme in WestPapua. Jonas, der "Manager" und Ochi, die Küchenchefin begrüßen uns freundlich. Internet gibt es hier ab und zu, Strom nur von18.00 - 10.00 morgens. Geduscht wird im Gemeinschafts-Mandi-Bad mit immer noch leicht salzigem Wasser, WC ist ebenfalls für alle. Der Bungalow ist hingegen groß und luftig, mit herrlichem Blick in den Sonnenuntergang. Das aber wirklich Bemerkenswerteste an der Anlage  die Tatsache, dass sie sich nur über Holzstege aus dem Mangrovendschungel erhebt. Die Natur hüllt uns von allen Seiten ein, umarmt uns wie ein grüner Kosmos. Dazu die Gesänge der Vögel am Morgen, all das hat erst recht in seiner Einfachheit etwas Paradiesisches. 

Letztendlich waren wir nach 6 Nächten trotzdem etwas enttäuscht, weil mit Ausnahme der Köchin Ochi alle absolut lethargisch und auch nicht wirklich freundlich wären. Im Prinzip so, wie wir das von vor 10 Jahren kennen. Ich muss es einfach so sagen .... Im Grunde faul und uninteressiert. Ich werde dazu etwas später nochmal ein paar Zeilen zur Gesellschaft hier auf Raja Ampat schreiben - so wie wir sie halt erleben. Methos Homestay werden wir demnach nicht weiterempfehlen - für uns hat's trotzdem irgendwie gepasst. Dass Raja insgesamt extrem einfach und z.T. auch schwierig ist, haben wir ja gewusst.

Heute überrascht uns die Natur nicht nur mit ihrer Üppigkeit sondern auch mit ihrer Gewalt. Es stürmt und schüttet, unter unserer Hütte tobt die Brandung und alles wackelt. Wir hoffen, nicht mit der ganzen Behausung umzufallen. Das "üppige" Frühstück  gibt's drinnen bei Stirnlampe. Wind- und wasserdicht ist hier ohnehin nichts, und so ist nach dem Inferno trockenlegen angesagt. Aber auch das nur bedingt, denn alles ist salzig. Es gibt auch nur leicht salziges Brackwasser zum Waschen. Es ist mittlerweile schon alles super einfach - vom Essen bis zum Mandi Bad, Küche, Installationen, Müll im Hinterhof, etc.etc....nach dem Motto " pay more - get less". Die Wanderung ins Dorf Kapishwar bringt auch nur eher triste Eindrücke. Aber auch das ist Raja Ampat. Alles hat seinen Preis - auch das " Paradies".

 

Meos Ambower 

Nun sind wir also am unteren Ende der Homestay Tour angekommen. Meos Ambower am westlichsten  Zipfel von Raja Ampat - die Fam islands. Eine grob zusammengenagelte Kiste auf schiefen Stehern über dem Korallenriff sowie ein Bettkasten und eine Matratze mit Moskitonetz. Der Luxus: 2 Holzliegen mit Auflage und ein paar Stunden Internet über Starlink. 2,3 rostige Nägel, um was aufzuhängen und das obligatorische Mandi Bad. Das haben wir alles gewusst und das passt so. Dafür verbreiten der Boss Nick und der Koch Indra gute Stimmung,

Nachdem unser letztes GH ziemlich enttäuscht hat, kann es ja nur besser werden. Aber wie heißt es so schön "schlimmer geht immer" :). Und ja, unsere Hütte ist diesmal so klein, dass eine Tasche von uns draußen auf der Terrasse bleiben muss - außer wenn es wieder mal regnet, dann muss sie noch zwischen Bett und Tür gepfercht werden. Das Mandi führt immerhin Süßwasser, sonst ist aber alles sehr lieblos gestaltet. Das Essen lässt wieder mal alle Wünsche offen (hahahaha), doch wir hungern nicht. Aber Ja, was soll's, wir schauen mal, was die 3 Tage so bringen…

 

Wir machen 2 wirklich wunderbare Schnorchelausflüge, schwimmen über Korallengärten, nein Korallenwälder vom Feinsten. Und wir haben noch 3 weitere sehr nette Nachbarn aus der Schweiz und Deutschland, mit denen wir uns sehr gut unterhalten. Somit hat auch dieser Aufenthalt seine schönen Seiten gefunden und wir sind ganz zufrieden. Eine Verlängerung streben wir hier allerdings nicht an :) :)