Fes
Die Nacht war gut auf unserem Parkplatz, pünktlich um 05.00 weckt uns der Muezzin aus mehreren Richtungen auf. Chouara - die alte Gerberei in der Medina ist ein ikonisches Wahrzeichen - jeder Tourist pilgert demnach dorthin, wir auch. Zuerst vorbei an zwei Schleppern, der dritte hat's dann geschafft - durchs Ledergeachäft über mindestens 3 Stockwerke hinauf auf die Terrasse. Wer's braucht hält sich Minzbüschel gegen den beißenden Geruch unter die Nase, wir schaffen's locker ohne. Es ist Freitag und nicht so viel los. Im Innenhof stehen Männer hüfthoch in Bottichen mit Tierhäute von Ziegen, Rindern, Kamelen und Schafen. Die riesigen runden Steinbecken sind mit natürlichen Farbstoffen wie Henna, Safran und Indigo gefüllt. Wir sind verwundert, warum dem Ensemble die leuchten Farben von damals fehlen. So wirkt alles ein bisschen grau in grau. Trotzdem ist es ein Erlebnis an diesen alten Traditionen teilhaben zu dürfen. Die engen Gassen der Medina sind immer wieder beeindruckend. Das Gassengewirr der Medina zählt zu den ältesten und größten erhaltenen Altstädten der islamischen Welt. Ein riesiger charmanter Verkaufsladen, ein Labyrinth, in dem man sich leicht mal verlaufen kann. Die noch wunderschönen Türen, Bogengänge und Böden beeindrucken. Dazwischen aber auch viel Chaos, Kabelsalat und Dreck.....Eine bunte, orientalische Mischung!

































