Von Zagora

 

bis Foum Zguid

Weiter geht’s nach Zagora. Wir fahren die Verlängerung der „berühmten“, manchmal auch berüchtigten „Ramlia“ Piste raus aus der Wüste Richtung Teerstraße. Noch einmal muss der Vario durch den Sand. Diesmal geht’s nur mehr mit vereinten Kräften und einem Bergegurt. Sogar der MAN vergräbt sich einmal – das ist aber kein Problem. Die letzten km sind dann wirklich von der schlechtesten Sorte, grobes Geröll und viele Querrillen. Wir holpern also noch etwas dahin bis zu einem sehr schönen Stellplatz. Wunderbares Wüstenfeeling bis uns ein Gewitter und der nachfolgende Sandsturm die Freude verderben. Brigitte kommentiert das trocken … „das wars dann mi unseren Sandabenteuern“ J. Wir hoffen, Andreas und Brigitte konnten es trotzdem genießen! Ein fantastischer Sternenhimmel entschädigt dafür.

Zagora. Ein- bzw. Ausstiegspunkt der Ramlia Piste sowie der Erg Chegaga Durchquerung. Irgendwie Mittelpunkt der Offroad Szene. Hier kommt jeder mal vorbei. Es gibt eine Vielzahl an Werkstätten, Autowäschen, Servicestationen etc. Hier trifft man sich. Entsprechend groß ist der Wettbewerb unter den Dienstleistern die sich nicht nur in den Preisen unterbieten sondern manchmal auch schon untereinander handgreiflich werden. Selbst erlebt. Ansonsten bietet Zagora nichts Besonderes, man kann sich gut versorgen oder die berühmte Marokko Pizza essen. Mit Brigitte und Andreas haben wir heute den letzten gemeinsamen Abend - bei Marokko Pizza - was sonst J.

 Gute Heimreise!

Wir verlassen Zagora und fahren in die Steinwüste des Erg Chegaga. Zuvor wird noch ordentlich eingekauft, Obst und Gemüse wird alles zusammen nach kg verkauft, egal was es ist. Unser Ziel sind die Steinformationen und Tafelberge, die wir einfach Tajineberge nennen. Eine steinige, üble Piste mit Tiefsandpassagen führt uns an die Berge heran, es gibt eine Vielzahl fantastischer Übernachtungsplätze. Wir wählen diesmal eine kleine Oase - vielleicht kommen wieder Kamele. Die Nacht, der Sternenhimmel, die Milchstraße gehören uns ganz alleine - niemand sonst ist weit und breit. Sehr, sehr schön.....

 

Der Morgen empfängt uns mit Sonnenschein, Wind weht, die Luft ist leicht staubig. Wieder werden uns Weite, Abgeschiedenheit und die archaische Umgebung bewusst. Welch Luxus bietet uns doch unser LKW.  Die ehemalige Ansiedlung in der Oase ist verlassen und verfallen. Nur mehr die Grundmauern und der eingebrochene Backofen sind stumme Zeugen. Der Brunnen scheint aber noch fallweise in Betrieb zu sein, Tiere haben wir leider keine gesehen. Wir wandern auf einen der Tajinberge - das Gestein ist sehr brüchig und die Besteigung ist nicht ganz einfach. Erstaunlich, dass wir uns am Grund eines ehemaligen Ozeans befinden - überall sind Fossilien zu finden. Die Aussicht entschädigt jedenfalls. Noch einmal genießen wir die Ruhe und die Sterne in der Abgeschiedenheit.