Von Bou Tharar

bis in die Wüste

Weiter geht es durch den hohen Atlas Richtung Boulmalne Dades. Eine äußerst spektakuläre Route führt über 4 Pässe durch fantastische Landschaft mit Kaiserwetter. Der Herbst ist die bessere Jahreszeit für diese Tour. Bei Starkregen im Winter kommen ganze Berge die Hänge herunter und viele Pisten sind gesperrt. Über den Sommer wird allerdings viel repariert. Die Landschaft wechselt mehrmals. Die letzte Etappe ist staubtrocken, umso mehr sind wir erfreut einen schönen Übernachtungsplatz in einer grünen Oase an einem kleinen Fluss zu finden.

Die letzten Kilometer nach Boulmalne führen uns durch das schöne Rosental. Dann noch rumpelige Baustellenpise, bis wir zum ersten Mal auf einen sog. CP ankommen. Wasser tanken, Wäsche waschen, Infrastruktur am LKW erledigen, einkaufen etc… Die Menschen hier sind sehr freundlich, lachen uns an, die Kinder betteln nicht. Reihum werden wir zum Essen, dann zu Tee und wieder zum Essen eingeladen. Viele, viele, kleine „Garagengeschäfte“ sichern den Leuten ein bescheidenes Einkommen. Wir gönnen uns einen Ruhetag, um alles Nötige zu erledigen.

 

Wir verlassen die Bergregion und fahren Richtung Wüste. Bald schon verändert sich die Landschaft – das ist das Faszinierende an Marokko. 50 km weiter, um einen Gebirgszug herum, und schon ist die Landschaft eine völlig andere. Die ersten Sanddünen tauchen auf – und schon zeigt die Wüste, was sie kann. Starker Wind kommt auf und wir sind inmitten eines ordentlichen Sandsturmes. Es geht auf die Piste in Richtung algerischer Grenze bis wir am Abend versuchen einen einigermaßen windgeschützten Platz zu finden …. Leider vergeblich … das Cafè Mharech vor uns verschwindet schemenhaft im Staub.